Platz 2 in der Grünen Hölle

Die Nordschleife des Nürburgrings hat ihren Beinamen „Grüne Höllle“ durch ihre anspruchsvolle und gefürchtete Streckenführung erhalten. Einmal im Jahr macht die Rennstrecke, welche als der Inbegriff des deutschen Motorsports gilt, Platz für die Rennradfahrer. Dann findet auf dem heißen Asphalt das größte und wichtigste deutsche 24-Stunden-Rennen statt. Am vergangenen Wochenende haben sich dort knapp 5.000 Starter eingefunden, von denen rund 400 als Solofahrer die Strecke alleine bewältigten.

Der 26 km lange Eifel-Rundkurs verlangt von allen Teilnehmern sowohl körperlich als auch mental das Maximum ab: Bei den 72 Kurvenpassagen sind Steuerkünste gefragt; in der „Fuchsröhre“ werden Geschwindigkeiten bis nahe 100 km/h erreicht und die 17 Prozent Steigung zur „Hohen Acht“ lassen den Schweiß aus allen Poren fließen. Insgesamt sind pro Runde 500 Höhenmeter zu überwinden, so dass jedem klar wird, weshalb die Nordschleife auch bei Radfahrern zu Recht respektvoll „Grüne Hölle” genannt wird.

Um diese Belastung Tag und Nacht, 24 Stunden, durchhalten zu können ist neben gewissenhafter Vorbereitung auch optimales Material notwendig:

Werbeeinblendung: Bei der Veranstaltung Rad am Ring hatte ich meine neu erworbenen Lighties erstmalig im Einsatz. Die legendäre Leichtigkeit und Steifigkeit dieser Laufräder sind für diesen Kurs geradezu wie geschaffen. Selbst bei meiner maximalen Geschwindigkeit von 94 km/h ist nie das Gefühl von Unsicherheit oder Unruhe aufgekommen. Schnelle Beschleunigungen zum schließen von Lücken konnten mit Leichtigkeit genommen werden. Mit meiner Investition in Lightweight habe ich auf das richtige Pferd gesetzt!

Rad am Ring 2011 konnte ich nach meinem letztjährigen Sieg mit dem 2. Platz abschließen. Dabei ließ der Beginn des Rennens sogar noch mehr erhoffen. Zwar ließen die sommerlichen 30°C meinen Flüssigkeitsbedarf entsprechend anwachsen (am Ende summierte sich dies auf 23 Liter), einen echten Leistungsknick bescherte dies allerdings nicht. Eine erste 5-Minuten-Pause legte ich nach 10 Stunden Fahrtzeit ein, wobei diese in erster Linie für einen Toilettengang notwendig war. Nach 12 Stunden hatte ich bereits 365 km zurückgelegt und ich fühlte mich noch sehr gut. Im weiteren Verlauf machte sich allerdings mein krankheitsbedingter Trainingsrückstand bemerkbar. Meine 50-53 Minuten Rundenzeit wuchsen auf eine Stunde an, wodurch ich immer mehr Boden auf den Führenden verlor.
Am Morgen des 2. Tages war nochmals höchste Konzentration gefragt, da einsetzender Regen den gummiverschmierten Asphalt örtlich in eine Rutschbahn verwandelte. Fahrer, die in den Kurven nicht vorsichtig genug fuhren, mussten unsanfte Begegnung mit hartem Boden und Leitplanke machen. Wie bereits zu Beginn des Rennens haben schwere Stürze dazu geführt, dass der Notarztservice im Dauereinsatz war.

Am Ende des Rennens hatte ich 26 Runden bzw. 676 km, bei gleichzeitig 13.000 Höhenmetern, auf dem Konto stehen. Sieger wurde in diesem Jahr Markus Rieber (27 Runden). Dagegen musste der Topfavorit Christoph Strasser, welcher das diesjährige Race Across America gewinnen konnte, unerwartet abbrechen.

Zum Abschluss der diesjährigen Wettkampfsaison möchte ich noch ein Langdistanz-Rennen bestreiten, wobei die Wahl sehr kurzfristig fallen wird.